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KNOWLEDGE

Was ist Pilates

Die Geschichte und Entstehung von Pilates

Der in Deutschland geborene Joseph Hubertus Pilates war als kleines Kind oft krank und litt unter Asthma und anderen körperlichen Beschwerden. Als junger Erwachsener war er entschlossen, seinen Körper zu stärken, und begann, Yoga, Meditation, Kampfsport und verschiedene griechische und römische Übungen zu studieren. Während des Ersten Weltkriegs diente er als Sanitäter in einem Krankenhaus auf der Isle of Man und entwickelte ein Rehabilitationsprogramm für nicht gehfähige Soldaten. Tatsächlich entwickelte er die erste Version des Pilates-Reformers, indem er Federn an Krankenhausbetten befestigte. Die Ärzte beobachteten, dass die Patienten, mit denen er arbeitete, sich schneller erholten. Joseph Pilates verbrachte die nächsten Jahre mit der Entwicklung der Pilates-Methode und brachte sie in den 1920er Jahren in die Vereinigten Staaten. In den 1960er Jahren wurde die Pilates-Methode unter Tänzern in New York populär, bevor sie in den 1970er Jahren ihren Weg nach Hollywood fand.


Mitte der 2000er-Jahre gewann Pilates immer mehr Aufmerksamkeit und Interesse. Für Joseph Pilates war es das Ziel, eine Methode zu entwickeln, die es dem Körper ermöglicht, sich mit Anmut, Leichtigkeit und Effizienz zu bewegen. Ein solcher Körper muss sowohl stark als auch flexibel sein und bestimmte Bewegungsqualitäten aufweisen, wie z. B. zentriert und ausgeglichen, fließend und doch kontrolliert zu sein. Neue Forschungsergebnisse belegen, dass die von Joseph Pilates gelehrten Prinzipien sowohl der funktionellen Fitness als auch der effektiven Rehabilitation dienen.


Was ist Pilates?

Pilates ist ein System sich wiederholender Übungen, die auf einer Matte oder an anderen Geräten ausgeführt werden, um Kraft, Stabilität und Flexibilität zu fördern. Pilates-Übungen sind für ein ganzheitliches Körpertraining geeignet, durch Muskelkraft, die von der Körpermitte ausgeht. Die Technik fördert das Körperbewusstsein, um alltägliche Bewegungen zu unterstützen. Der Fokus liegt in der Rumpf-Stabilisierung durch Anspannung der tiefen Bauch-, Rücken- und Bodenbeckenmuskulatur.


Befürworter der Pilates-Methode betonen, dass die Methode die Körpermitte stärkt und so die Haltung und das Gleichgewicht verbessert. Durch die Stärkung der Körpermitte wird die Stabilität des gesamten Rumpfes gefördert. Dies ist einer der Gründe, warum Pilates vielen Menschen hilft, Rückenschmerzen zu lindern. Die Rumpfstabilität durch den Einsatz der Körpermitte bestimmt, wie sich der Körper bewegt, nicht nur im Studio oder im Fitnessstudio, sondern auch im täglichen Leben.


Pilates zielt auf die "Powerhouse"-Muskeln ab, zu denen das Gesäß, die Hüften, der Beckenboden und der untere Rücken gehören. Ähnlich wie beim Yoga wird bei der Pilates-Methode die Atmung mit der Bewegung in Einklang gebracht, um eine tiefe, bewusste Atmung zu fördern. Pilates wird häufig in Präventions- und Rehabilitationseinrichtungen eingesetzt, ist aber auch für Fitnessbegeisterte und Spitzensportler von Vorteil. 


Ein wichtiges Merkmal des Pilatestrainings ist, dass Qualität immer vor Quantität gesetzt wird. Das Ziel sind kontrollierte und konzentrierte Bewegungsausführungen. Im Gegensatz zu anderen Trainingssystemen enthalten die Pilates-Übungen nicht viele Wiederholungen für jede Bewegung. Die Idee dahinter ist, dass man durch die präzise Ausführung jeder Übung und die Konzentration auf die Atmung in kürzerer Zeit deutliche Ergebnisse erzielen kann. Tiefes Atmen ist ein wesentlicher Bestandteil von Pilates. Das bedeutet, dass man bei jedem Einatmen vollständig ausatmet, um die Lunge von verbrauchter Luft zu befreien und frischen Sauerstoff einströmen zu lassen. Eine verbesserte Atmung und ein besserer Kreislauf ermöglichen es dem Körper, von innen heraus optimal zu funktionieren.


Viele Menschen interessieren sich für Pilates, um Kraft zu erlangen, ohne zuzunehmen. Nach der Methode ist eine ausgewogene Muskelentwicklung das Ergebnis eines Trainings, bei dem der Körper sich harmonisch und effizient bewegt. Die Pilates-Methode geht davon aus, dass ein unausgeglichener Körper zu muskulären Schwächen führen kann, die möglicherweise Kompensationen im Körper verursachen, die ein Gelenk daran hindern, sich in seinem vollen Bewegungsumfang zu bewegen.


Pilates dient für viele Sportler, vor allem bei einseitig belastenden Sportarten, wie Golf oder Tennis, als Ausgleichssport. Es verbessert die Körperhaltung und Körperwahrnehmung, dazu werden Propriozeption sowie die koordinativen Fähigkeiten gefördert.


Vorteile der tiefen Atmung

Die tiefe Atmung ist der einfachste und am besten zugängliche Mechanismus zur inneren Reinigung. Wenn das Herz in Schwung kommt und so den Kreislauf anregt, strömt frisches Blut durch den Körper, das Sauerstoff und Nährstoffe zu jeder Zelle transportiert und Abfallprodukte abtransportiert. Insbesondere für Pilates gilt die "vollständige Koordination von Körper, Geist und Seele", welches die Entwicklung der Praxis buchstäblich inspiriert hat.


Volles Atmen, mit Aufmerksamkeit und Absicht, zentriert uns. Es klärt und beruhigt den Geist, baut Stress ab und ebnet den Weg für eine größere, ganzheitliche Erfahrung. Die Arbeit mit dem Atem bringt auch einen natürlichen Rhythmus in die Bewegung, der die Wirksamkeit und die Erfahrung eines Trainings erheblich verbessert.


Bei Pilates führt der Atem die Bewegung an und verleiht ihr Kraft. Alle klassischen Mattenübungen von Joseph Pilates sind auf den Atem abgestimmt, und auch die meisten Geräteübungen werden mit Atemmustern unterrichtet. Im Allgemeinen atmen wir bei dem Teil der Übung aus, der die größte Anstrengung erfordert, und nutzen so die natürliche Kontraktion der Bauchmuskeln beim Ausatmen.


Bei Pilates-Übungen hilft uns der Atem, die Wirbelsäule zu dehnen und zu entspannen. Die Kontraktion beim Ausatmen kann man sich als ein sanftes, verlängerndes Zusammenziehen des Rumpfes um die Wirbelsäule vorstellen. Beim Einatmen kommt es dann mit Unterstützung der Streckmuskeln zu einer allgemeinen Ausdehnung in Länge und Breite. Wenn Menschen an tiefe Atmung denken, füllen sie normalerweise ihren oberen Brustkorb auf. Bei Pilates wollen wir jedoch den gesamten Atemraum nutzen, der uns zur Verfügung steht. Deshalb setzen wir bewusst zwei verwandte, aber leicht unterschiedliche Arten der Atmung ein:


Zwerchfellatmung: Dies ist eine tiefe Bauchatmung, bei der wir den Atem ganz in den Körper hineinbringen, so dass sich der Bauch beim Einatmen ausdehnt und beim Ausatmen wieder entleert. Die Zwerchfellatmung ist eine der besten Atemübungen für das Leben im Allgemeinen.

Seitliche Atmung: Bei Pilates und anderen Übungen trainieren wir die Bauchmuskeln manchmal so, dass es unmöglich ist, den Bauch mit dem Einströmen von Luft aufzurichten. Die seitliche Atmung lehrt uns, den Brustkorb und den Rücken zu dehnen, um ein vollständiges Einatmen der Luft zu ermöglichen.


Die 6 Pilates Prinzipien

Diese Qualitäten oder Pilates-Prinzipien werden bei jeder Pilates-Übung angewendet. Diese Prinzipien fassen die Philosophie der Pilates-Methode zusammen und sind unerlässlich, um das Beste aus jeder Übung zu machen.

Zentrierung:

Hierbei handelt es sich um eine Übung, bei der die Aufmerksamkeit auf die Körpermitte gerichtet wird - den Bereich zwischen den unteren Rippen und dem Schambein. Dieser zentrale Bereich der Körpermitte ist die Grundlage für alle Pilates-Übungen.

Konzentration:

Wenn die volle Aufmerksamkeit auf jede Übung gerichtet wird, können bei jeder Bewegung maximale Ergebnisse erzielt werden.

Kontrolle:

Vollständige Muskelkontrolle erfordert bewusste, absichtliche Bewegungen und wird in jeder Pilates-Übung betont.

Bewegungspräzision:

Anhaltendes Bewusstsein stellt sicher, dass jede Bewegung präzise ist. Das bedeutet, dass jedes Körperteil richtig platziert wird und dass die Konzentration auf die richtige Ausrichtung und den Einsatz der Körpermitte liegt.

Atmung:

Joseph Pilates plädierte dafür, die Lungen zu benutzen, um die Luft vollständig in den Körper hinein und aus ihm heraus zu pumpen. Die meisten Pilates-Übungen werden mit dem Atem koordiniert, da der Atem ein wesentlicher Bestandteil der Methode ist.

Bewegungsfluss:

Pilates-Übungen sollen nicht starr sein. Jede Bewegung wird fließend, anmutig und leicht ausgeführt. Die Idee ist, dass die Energie einer Übung, die vom zentralen "Powerhouse" aus ausgeführt wird, jeden Teil des Körpers verbindet, um sich in einer einzigen fließenden Bewegung zu bewegen



https://www.akademie-sport-gesundheit.de/magazin/was-ist-pilates.html

Pilates Method for Women's Health: Systematic Review of Randomized Controlled Trials (j.apmr.2015.04.005.pdf)

Defining Pilates exercise: a systematic review (j.ctim.2012.02.005.pdf)

https://www.pilatessystem.eu/de/content/pilates-f%C3%BCr-sportlerinnen


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